Ich denk’, ich schreib euch besser schon beizeiten,
und sag euch heute schon endgültig ab.
Ihr braucht nicht lange Listen auszubreiten,
um zu sehen, dass ich auch zwei Söhne hab.
Ich lieb die beiden, daß will ich euch sagen,
mehr als mein Leben, als mein Augenlicht.
Und die, die werden keine Waffen tragen:Nein, meine Söhne geb ich nicht.
Nein, meine Söhne geb ich nichtIch habe sie die Achtung vor dem Leben,
vor jeder Kreatur als höchstem Wert,
ich habe sie Erbarmen und Vergeben,
und wo immer es ging Lieben gelehrt.
Nun werdet ihr sie nicht mit Hass verderben.
Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht,
sind’s wert, dafür zu töten und zu sterben.Nein, meine Söhne geb ich nicht.
Nein, meine Söhne geb ich nicht.Ganz sicher nicht für euch hat ihre Mutter
sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht.
Nicht für euch, und nicht als Kanonenfutter,
nicht für euch hab’ ich manche Fiebernacht
verzweifelt an dem kleinen Bett gestanden
und kühlt’ ein kleines glühendes Gesicht,
bis wir in der Erschöpfung Ruhe fanden,Nein, meine Söhne geb ich nicht.
Nein, meine Söhne geb ich nicht.
Kriegsdienstverweigerung / Nachwuchswünsche
One Response
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Dezember 7th, 2008 at 22:51
Wow. Das ja echt hammer geschrieben.