It’s a fuckin pain in the ass

Wie also ergeht es mir im neuen Territorium, welches ich in nächster Zeit wohl als mein zu Hause anerkennen muss? Festzuhalten ist, dass es nicht nur im Dorf, sondern auch in dem Haus, in dem ich momentan Unterschlupf finde, total fremd riecht, wenn nicht sogar unangenehm duftet oder gar stinkt. Man sagt manchmal beiläufig über Menschen, zu welchen man gewisse Antipathien hegt, dass man sie nicht riechen könne. Wie so einige wissen, basiert diese Mundart tatsächlich auf biochemischen Prozessen, die uns dazu veranlassen Ab- oder Zuneigung zu empfinden. Ich kann es seither gut nachvollziehen.
Gewisse Orientierungsschwierigkeiten habe ich ebenfalls, was sich daran erkennen lässt, dass ich ab und an minutenlag vor dunklen Zimmern verharre, ehe ich den beschissenen Lichtschalter finde. Kopfweh gliedert sich ein in die Ringelreihe der Unzufriedenheit, denn stets stoße ich mich an viel zu niedrigen Balken und Türrahmen.
Mit dem Hausherren stellen sich zuweilen meinerseits bereits erwartete Generationskonflikte ein, aber was bleibt mir anderes übrig, als mich dem größtenteils engstirnigen Dorfleben zu beugen.
Zu Hause ist, wenn man sich wohlfühlt, nicht, wo man herkommt, aber wohlfühlen geht doch irgendwie anders?!

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