Spaltung

Manchmal gibt es Tage, an denen wir uns total schizophren fühlen. Wir stehen auf, um auf Arbeit zu hasten und um dort unsere finazielle Notsituation vorerst aufzubessern, obgleich die zwei Zeiger auf dem linken (oder rechten) Arm eine Zahlenkombination angeben, die uns verrät, dass wir uns in einem der vielen Vierundzwanzigstel befinden, in dem sogar Nachtschattengewächse schon wieder inaktiv und faul sind. Erfüllen wir unser Soll, kommen wir daheim an und sind immens überrascht, welch Kraft sogar jetzt noch in uns steckt. Wir entwerfen einen Plan, was im Laufe des Tages weiterhin zu erledigen ist und schaffen das Vorgenommene mühelos, wenn wir mit lauter Tanzmusik die Zeit schnell verstreichen lassen. Die Tränensacke vom Morgen verwandeln sich abrupt in jene Säcke, in welchen wir schon zu Kindeszeiten im Konkurrenzkampf mit voller Energie kurze Distanzen überbrückten.

Ich schreibe bewusst in der 1. Pluralform, weil ich zumindest vermute und hoffe, dass es einigen von euch oftmals gleichermaßen ergeht. Befinde ich mich nun also gemäß des Sprichworts ,,himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt” einfach immer noch in einem Stadium der Pubertät, bin ich total launisch oder einfach nur normal..?!

Aber was is’ schon normal, außer Rolllendiffusion, Alta. Einen wunderschönen Spätsommerdienstag wünsche ich euch allen!

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